Der Anteil vom Himmel – Abini Zöllner

Hinterm Horizont geht’s weiter, aber was passiert eigentlich vorm Horizont?

Sunday Assembly am Welthumanistentag

Alle Menschen leben unter demselben Himmel, aber nicht alle haben denselben Horizont. Menschen sind nun mal verschieden. Wir machen alle unterschiedliche Erfahrungen, und wir gehen mit unseren Erfahrungen auch ganz unterschiedlich um:

  • Der eine empfindet die Begegnung mit dem Fremden inspirierend, der andere sieht seine Vorurteile bestätigt.
  • Der eine vertraut seinem Verstand, der andere seinem Instinkt.
  • Der eine überwindet seine eigenen Hemmschwellen mehr, der andere weniger.

All das ist menschlich – und deshalb steckt in jedem von uns ein bisschen von dem einen und von dem anderen.

Und so entstehen kleine oder große Vorurteile. Das kurioseste Vorurteil von allen aber ist: Selbst keine Vorurteile zu haben. Ganz so, als beträfen Vorbehalte nur Menschen mit einem begrenzten Horizont. Selbstverständlich nimmt man sich da selbst aus. Doch ist das wirklich so?

Nein. Pauschalurteile sind völlig unabhängig vom IQ. Auch kluge Menschen pflegen sie:
Niemand ist frei von Ressentiments und Klischees, von Hemmschwellen und Befangenheiten.
Geschichte wird unterschiedlich bewältigt, die Gegenwart wird unterschiedlich erlebt, die Zukunft unterschiedlich interpretiert. Und irgendwann sind wir alle das Resultat unserer eigenen Erfahrungen. Und dann haben wir unser Raster, durch das wir den einen oder die andere fallen lassen.

Ein Satz, den ich oft gehört habe: „Ich will das nicht verallgemeinern, ich meine das nur ganz pauschal“. Den müssen Sie sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Den sagen oft die Prinzipienreiter. Die Menschen sollten sich mal reden hören. Sie sagen Dinge daher und manifestieren dabei Anschauungen.

Es gibt so viele Möglichkeiten, Missverständnisse in die Welt zu setzen. Und damit meine ich nicht
die großen Feindbilder, sondern die alltäglichen Klischees. Da wären die Dicken, die immer gemütlich sind. Die Schwaben, die so sparsam sind. Oder die Deutschen, die angeblich immer pünktlich sind – haben Sie sich schon mal mit einem Kubaner verabredet? Das sind die wahren Preußen! Oder der legendäre Charme der Berliner – nun ja – der erreicht bekanntlich auch nicht jeden.

Doch manchmal ist die Grenze vom Klischee zum Vorurteil fließend: Etwa bei den Zigeunern, die immer klauen. Oder auch bei Kindern, die eine Sonderschule besuchen. Damit verbinden sich immer Vorbehalte. Die Polen, so heißt es, sind nur an Autos interessiert und Italiener nur an Frauen. Franzosen mögen keine Fremdsprachen und Amerikaner nur sich selbst. Ja klar, so haben wir die Welt schon kennengelernt.

Da stellt sich die Frage: Wie gut sind wir eigentlich noch in der Lage, die Welt anders oder neu zu betrachten?

Klischees beginnen immer in der Sprache. Mit Phrasen oder Bezeichnungen, die Menschen unerbittlich einer Kategorie zuordnen. Da machen auch die Medien mit, etwa wenn sie in den Nachrichten nicht von „Aufständischen“, sondern hartnäckig von „Rebellen“ sprechen.

Doch gerade die Art und Weise, wie wir uns ausdrücken, hält viele Missverständnisse bereit. Dann wird unsere Sprache zur Kommunikationsfalle. Dafür will ich auch zwei Beispiele nennen: Ist „Neger“ nicht einfach nur der Wortstamm von niger (lateinisch für schwarz). Also ganz harmlos?. Nein! Das finde ich nicht. Neger ist ein diskriminierender Begriff, der in der Vergangenheit durch sei-ne unangemessene Verwendung seine Unschuld verloren hat.

Und Gutmensch? „Gutmensch“ ist dagegen für mich kein Schimpfwort – auch wenn es die deutschen Feuilletons und politischen Rhetoriker anders sehen. Da wird voller Arroganz ein fürsorglicher Wille als „übertrieben und naiv“ abqualifiziert. Das ist absurd und es ist auch zynisch.

Ich finde unseren saloppen Umgang mit der Sprache riskant. Denn mit Begriffen fangen die Stigmatisierungen an.

Klischees sind im Grunde genommen mindestens ebenso gewagt und kühn wie Vorurteile.

Schon dieser Vortrag ist ein Vorurteil – denn er muss verallgemeinern und Verallgemeinerung ist die Grundlage aller Vorurteile. Aber tatsächlich gibt es für jeden – für jede Nationalität, für jede Religion, für jede Randgruppe – gängige Klischees.

Manche Menschen betonen mir gegenüber, dass sie „Gegen Schwarze nichts haben“.
Donnerwetter, das find ich prima! Ich habe auch nichts gegen Weiße. Nicht mal gegen Veganer oder Schwiegermütter. Das ist doch ein toller Anfang!


Mein Mann wollte mal ein Foto von mir und meinen beiden dunklen Freunden machen. Es war Nacht. Er schaute durch die Kamera und sagte: „Ich kann nichts sehen, es ist alles schwarz!“ Ich rief: „Das sind wir, drück rauf“.

Ich denke, dass ich einen entspannten Umgang mit meiner Hautfarbe habe.

Für meinen Mann und mich ist klar: Ich bin der Kaffee, er ist die Milch.

Für meinen Mann und mich ist klar: Ich bin der Kaffee, er ist die Milch.

Ich bin natürlich mehr als meine Hautfarbe. Ich bin Abini.

Abini, mein Name, bedeutet: „Du bist der mir vom Himmel geschickte Anteil“. Ich finde die Bedeu-tung großartig. Denn eigentlich hat doch jeder Mensch auf Erden seinen Anteil am Himmel.

Ich bin also Abini, und das ist mein Anteil: Ich bin farbig. Ich bin aber auch die Summer meiner Eltern, also meiner jüdischen Mutter und meines Vaters der Yoruba war. Sie haben mich in der DDR protestantisch erzogen und ich habe mich beim Gute-Nacht-Gebet beim lieben Gott für die schönen Pioniernachmittage bedankt. Mein Vater war ein überzeugter Kommunist, aber auch er erfuhr: Willkommen waren die Ausländer nur als Gäste. Es war nicht einfach, in der DDR seinen Horizont zu erweitern, aber es war möglich. Ich habe Jugendweihe und Konfirmandenunterricht gehabt, ein unendlicher Reichtum – weshalb ich es mir später leistete, mich weder für das eine noch für das andere zu entscheiden. Ob ich dennoch an Gott glaube? Ich weiß nicht – Glaubt Gott an uns?

Ich bin Abini und vor allem eine stolze Mutter von zwei Kindern und eine entschlossene Ehefrau, ich bin Deutsche, Europäerin, Tochter, Freundin, eine leidenschaftliche Berlinerin und, nun ja, eine gelegentliche Falschparkerin. Und das ist nur ein Teil meiner Persönlichkeit.

Doch es gibt so ein großes Bedürfnis der Menschen, den anderen zu kategorisieren. Aber ich habe gelernt, mich nicht auf meine Hautfarbe reduzieren zu lassen, bloß, weil andere dies tun. Schon mei-ne Mutter achtete darauf, dass jede Schublade, in die ich gesteckt werden sollte, sofort klemmte.
Und doch: Ich bin selbst auch nicht frei von Vorurteilen und Klischees.

Ich habe Vorurteile gegenüber Vermietern und Bankern, gegenüber Eritrea und ja sogar gegenüber Nigeria, dem Land meines Vaters. Ich habe auch Vorbehalte gegenüber bestimmten Produkten. Wenn sie billig sind, dann denke ich: Irgendwo im fernen China lacht jetzt der chinesische Hersteller sein fieses chinesisches Herstellerlachen. Nein, das gönne ich ihm nicht – obwohl dieses Produkt viel-leicht ganz gut ist?

Was also tatsächlich tiefe Einsicht oder bloß flache Behauptung ist, ist auch mir nicht gleich klar. Des-halb ist es wichtig, das eigene Handeln und Denken, also sich selbst, immer wieder mal zu hinterfragen. Und mehr zu differenzieren. Ich arbeite daran.

Ich stelle mir Fragen:

Wie reagiere ich, wenn mein Sohn eines Tages zum Islam wechseln würde?

Ich stelle Ihnen die Frage:

Wie reagieren Sie, wenn ihre Tochter eines Tages mit einem schwarzen Freund nach Hause kommt?

Wir müssen Barrieren abbauen. Bei so vielen Dingen.

Zum Beispiel beim Suizid: Wenn jemand seinen Anteil vom Himmel nicht mehr möchte – dann hat er das Recht dazu, dass ihn auf Erden nichts mehr hält.

Oder bei der Flüchtlingsproblematik: Wenn jemand den Himmel über sich in einem anderen Land ausmacht, dann hat er das Recht dazu. Dann kann man ihm das nicht einfach verweigern. Ich kann mich jedenfalls umgekehrt nicht daran erinnern, dass die Deutschen bei ihren Kolonialeroberungen – etwa in Ghana, Namibia oder Tansania – jemals eine Aufenthaltserlaubnis beantragt hätten. Ein Leben auf Kosten anderer brauchen wir jedenfalls nicht den Einwanderern aus der Dritten Welt vorzuwerfen. Das können wir selbst bereits viel besser.

Egal, ob Suizid oder Flüchtlingsproblematik: Kein Mensch hat das Recht, sich über einen anderen Menschen zu erheben. Es ist doch völlig absurd von „denen da oben“, „denen da unten“, „denen von drüben“ zu sprechen. Was soll denn hier das Maß sein? Seit wann kann eine Himmelsrichtung Menschen aufwerten oder abwerten? Da beginnt doch schon der Denkfehler.

Wenn man Menschen von vornherein Sympathie verweigert, bloß weil man sie einer Gruppe zuweist oder wenn man Unterschiede derart übertreibt, bloß um Ressentiments aufrechtzuerhalten – dann ist das nicht nur trivial, sondern auch abenteuerlich.

Es ist nicht anders zu lösen: Jeder muss sich die Mühe machen, den einzelnen Menschen zu hinter-fragen – und nicht: ihn zu stereotypisieren. Und ganz ehrlich: Mir fällt es auch schwer, das immer zu leben: Wenn ich mir vorstelle, hinter so einen Nazi schauen zu müssen … Natürlich empfinde ich Empathie da erstmal als Zumutung. Aber ich versuch’s wenigstens und hab schon einige Überraschungen erlebt.

Ich lernte: Vorurteile sind auch nicht mehr das, was sie mal waren:

Gemeinsam mit einem NPD-Mitglied war ich mal zu Gast in einer Fernseh-Talkshow, es ging um Rechtsextremismus. Nach der Sendung redeten wir beide noch sehr lange. Aber womit könnte mich ein Rechter überraschen?

Plötzlich, es war weit nach Mitternacht, bot er mir an, mich nach Hause zu bringen: Damit mir „nichts passiert“. —- Ja, doch. Mit so einem Angebot konnte mich ein Rechter überraschen.

Auf einmal war es so, wie es sein könnte, wenn es nicht so wäre, wie es ist. Seltsam. Plötzlich war ich diejenige mit den klaren Vorurteilen. Aber: Was war mit seinen?

Im echten Leben begegne ich Nazis nicht so oft. In der virtuellen Welt ist das anders.

Eines Tages erhielt ich auf meiner Profilseite eine Freundschaftsanfrage von zwei sehr kurz-haarigen, unübersehbar begeisterten Leni-Riefenstahl-Fans. Zuerst dachte ich: Suspekt, suspekt! Zwei kleine Nazis wollen was von mir! Deren Bewährungshelfer sind vermutlich noch nicht mal geboren! Ich antwortete nicht. Aber sie blieben hartnäckig und schließlich traf ich mich mit ihnen.

Mit einem unguten Gefühl zog ich los, doch es kam ganz anders. Beim Treffen erlebte ich ei-ne Offenbarung. Die beiden waren das Gegenteil von rechtsextrem. Einer von ihnen ist heute ein enger Freund von uns – gerade durfte ich seine Trauzeugin sein.

Und: Was ist mit meinen Vorurteilen?

Schon gut: Ich möchte selbst nicht nach meinem Äußeren beurteilt werden und werde nie wieder andere nach ihrem Äußeren beurteilen.

Und Nazis? Nun, die werde ich auch nie wieder wegen bloßer Vorurteile ablehnen – aber stets aus voller Überzeugung.


Sein eigenes Dogma auf den Prüfstand zu stellen, ich glaube da beginnt schon Courage.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Homosexuelle und behinderte Menschen, Muslime und Andersgläubige, zu respektieren – das ist für mich eine Selbstverständlichkeit und keine Errungenschaft. Es wäre mir unangenehm, da überhaupt von Toleranz zu reden. Denn tolerieren – das ist auch so eine Sprachfalle – tolerieren bedeutet nichts weiter als dulden. Toleranz stellt sich oft wie eine erbarmungsvolle Tugend dar. Toleranz wird oft missverstanden. Und vor allem: Wer tolerant ist, muss noch lange nicht vorurteilsfrei sein.

Warum auch? Vorurteile und Klischees sind gewissermaßen komfortabel:

  • Sie bedienen das Erwartbare: Wir können alles ein- und ausblenden, wie es uns passt. Wir müssen unseren Standpunkt nicht revidieren und brauchen uns keine Irrtümer einzugestehen. Und manchmal bestätigen sich sogar Vorurteile.
  • Wir müssen uns nicht umorientieren. Wir müssen unseren eigenen Lebensentwurf nicht in Frage stellen. Die Welt ist schon komplex genug, da sind wir dankbar für alles, was die Dinge vereinfacht.
  • Vorurteile verbergen außerdem die eigenen Minderwertigkeitskomplexe. Indem wir uns über andere erheben, werden wir selbst nicht zum Opfer. Ein gemeinsamer Gegner schafft innerhalb „unserer“ Gruppe einen besseren Zusammenhalt. Wir schützen uns also auch in gewisser Weise. Nicht zuletzt auch vor dem unbehaglichen Gefühl, der andere könnte am Ende doch Recht haben.

Vorurteile sind, Hand aufs Herz, bequem.

Doch sie sind auch gefährlich:

  • Manchmal schüren sie Ängste, oder schlimmer noch: Hass.
  • Und sie geben dem Gegenüber keine Chance, etwas anderes zu beweisen.

Am Ende verdecken Vorurteile dadurch mehr, als sie offenbaren könnten.

Ich weiß: Es ist wahnsinnig schwierig, Vorurteile abzubauen. Es ist einfach, das zu behaupten, aber sehr sehr mühsam, auch das Unterbewusstsein davon zu überzeugen.

  • Reine Objektivität ist ein Idealzustand. Wir aber sind Subjekte (mit Parteilichkeit und persönlichen Beeinflussungen). Von unserer eigenen Wahrnehmung bringt uns so schnell nichts ab.
  • Und nicht alles ist nur absurd und nur zynisch: Schon als Kinder lernten wir, Dinge zu bewerten: Das ist gut, das ist böse. Der ist gut, der ist böse. So entstand unser Wahrnehmungsfilter.

Doch niemand gehört in eine Gruppe, bloß weil andere ihn dort verschlagworten.

Daher ist es wichtig, dass niemand einem Anderen eine Nische zuweist und sich der Andere auch niemals darin einrichtet.

Sicher: Vorurteile wird es immer geben, weil wir nicht alles einem Faktencheck unterziehen können und weiterhin vieles auf Hörensagen basiert. Wenn sich Vorurteile und Klischees also niemals voll-ständig abbauen lassen – wir sind nun mal Menschen – könnten wir doch wenigstens lernen, mit ihnen umzugehen – eben, weil wir Menschen sind.

  • Wir sollten nicht so schnell beurteilen und wir müssen nicht alles beurteilen. Man kann es sich auch leisten, mal keine Meinung zu haben, sondern erstmal nur ein Gefühl. Nicht alles muss gleich bewertet werden. Damit Vorurteile keine finalen Urteile werden.
  • Dazu müssten wir selbstkritischer und emotional sowie intellektuell etwas flexibler werden. Unsere Minderwertigkeitskomplexe ablegen und unser Selbstwertgefühl stärken. Denn nur, wenn wir uns selbst wertschätzen, können wir auch andere wertschätzen.

Mein Gott, man kann heutzutage sein Geschlecht ändern – da muss es doch möglich sein, auch seine Meinung ändern zu können. Es gibt ein Recht auf Irrtümer – und auch darauf, sie zu korrigieren. Hören wir doch einfach auf, mit Anderem zu fremdeln. Feiern wir doch lieber unsere Unterschiede!

Wir müssen uns nicht alle an den Händen fassen und beschwingt durch die Welt laufen. Schön wär’s zwar, aber ich bin Realist. Ich will ja andererseits auch nicht das Radikale tolerieren müssen. Das sehe ich nüchtern. Doch davon, dass man die Liebe über Skepsis und Ängste stellen kann – davon bin ich überzeugt.

Es gibt keine besseren Menschen – wir haben nun mal nur uns. Und jede Einordnung eines Menschen ist doch nur eine Behauptung. Eine Gewissheit dagegen ist: Unter diesem Himmel ist Platz für alle.

Wie es hinterm Horizont weiter geht? – Davon hat jeder seine eigene Vorstellung. Aber, was unmittelbar um uns herum geschieht, können wir selbst in den Griff bekommen. Niemand wird uns dabei helfen. Ob wir entschieden Sympathie verweigern oder furchtlos neugierig bleiben, haben wir immer noch selbst in der Hand.

Wir müssen nicht alles dulden, wir müssen nicht alles lieben und wir müssen nicht alles hinnehmen. Aber wir sollten uns mal entkrampfen. Denn vor jede Weltanschauung kommt erstmal die Menschanschauung.

Hier zum Abschluss noch eine kurze Begegnung, die eine Freundin in einem arabischen Geschäft in New York erlebte:

„Du hast vorhin den Schal vergessen, Du Trottel?“, sagt der Verkäufer.

„Ach du liebe Güte. Es ist das Alter“, antwortet der Kunde.

„Hier hast du ihn. Mach Dir nichts draus.“ Der Verkäufer gibt dem Kunden den Schal.

„Danke und mach‘s gut“, sagt der Kunde.

„Bye Semit“, sagt der arabische Verkäufer.

„Bye Antisemit“ sagt der jüdische Kunde.

„Und grüß Deine Frau!“

„Ja, du auch, mein Bester.“

Das ist eine wahre Begegnung. Das ist für mich wahre Entspanntheit.

Alle Menschen leben unter demselben Himmel. Und das ist keine Bedrohung, sondern ein Vermö-gen, ein Reichtum. Ja, sogar ein Privileg. Das wäre doch ein gutes Motiv, etwas gelöster miteinander umzugehen. Sollten wir nicht weniger kategorisch und dafür etwas leidenschaftlicher werden?

Ich will jetzt nicht verallgemeinern, ich meine das nur ganz pauschal: Wäre Gelassenheit eines Tages nicht das schönste aller Klischees?

Abini Zöllner bei der Sunday Assembly am 21. Juni 2015.

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