Frank is doing his best – “Fake it until you make it!”

SunAss3_13Peter Merrick hat uns letztes Mal eindrucksvoll gezeigt, das Meditation nicht nur rumsitzen und Nichtstun ist.

Es klang teilweise wie meine eigene Geschichte, denn seit über 40 Jahren interessiere ich mich 
für Meditation, und praktiziere mehr oder weniger regelmäßig.

Je nachdem wen man fragt oder welche Bücher man liest sind die Ziele unterschiedlich, und der Weg bzw. die Methoden sowieso. Vom direkten Erwachen ist da die Rede und von Erleuchtung, was immer das sein mag. Manchmal soll das plötzlich passieren, für andere ist jahrzehntelange Praxis 
eine notwendige Voraussetzung.

Mein anfängliches Interesse wurde durch Drogen geweckt. Das liegt aber auch schon über vierzig Jahre zurück. Inzwischen habe ich Erfahrungen mit vielen Methoden der Geistesschulung, und Lehrern gemacht. Dabei habe ich bedauert, dass zuverlässige Quellen und Anleitungen sehr schwer zu finden und erkennen sind.

Die Situation hat sich in den letzten Jahren etwas gebessert, z. B. dadurch, dass Methoden wie das ideologiefreie Mindfulness Based Stress Reduction (besser bekannt als MBSR), mainstream-fähig geworden sind, und wissenschaftlich und klinisch untersucht werden.

Für mich stand die Frage, was nützt es mir um besser zu leben, immer im Vordergrund.
Eine der vielen Methoden, die mir auf meinem langen Weg begegnet sind und sich als nützlich erwiesen hat, heißt: “Fake it until you make it”, also “Tue so als ob, bis du es geschafft hast”. Zu der Zeit lebte ich in Houston, Texas und war mit einer amerikanischen Katholikin verheiratet. Nach vier Jahren Ehe hatte sie die Nase voll von mir, und reichte – ohne Vorankündigung – die Scheidung ein. Das führte für mich zu einer existenziellen Krise und Depression.

Ich arbeitete für einen Naturwaren-Supermarkt mit dem bezeichnenden Namen “Ye Seekers”, also “Ihr Suchenden”, und bemerkte, dass meine Depression im Umgang mit Kunden nicht förderlich war. Dabei schien mir mein trauriger Gesichtsausdruck die größte Hürde zu sein. Also verordnete ich mir ein Lächeln, das ich zunächst vorsätzlich, und vielleicht etwas übertrieben produzierte. Aber schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass sich auch meine innere Haltung zu ändern begann, und die Depression – ohne je medikamentös behandelt zu werden, einfach verschwand.

So wie die innere Haltung sich in unserem Äußeren zeigen kann, funktioniert es auch umgekehrt. Das könnt ihr ganz leicht selbst überprüfen, indem ihr, wenn ihr mal nicht bester Stimmung seid, euch einen Bleistift quer in den Mund steckt – einfach so. Ihr könnt dann beobachten, wie sich eure Stimmung innerhalb kürzester Zeit aufhellt. Das funktioniert besonders gut, wenn ihr dabei ab und zu in einen Spiegel schaut.

Ich hoffe dieser Tipp hilft euch besser zu leben, mehr zu staunen, und – wenn ihr ihn weitersagt, damit anderen zu helfen.

Also – “Fake it, until you make it!”

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